Gesetzeslücken machen einheitlichen Vollzug der bedarfsorientierten Mindestsicherung schwierig!

Mag.a Dr.iur Karin Schableger und Mag.a Brigitta Schmidsberger zu Gast beim Armutsnetzwerk OÖ im Linzer Cardijnhaus.
Mag.a Dr.iur Karin Schableger und Mag.a Brigitta Schmidsberger.

Das Armutsnetzwerk OÖ hatte am 13. Jänner Mag.a Brigitta Schmidsberger (Magistrat der Landeshauptstadt Linz – Leiterin Amt für Soziales, Jugend und Familie) und Mag. Dr. iur. Karin Schableger (Juristin, Amt für Soziales, Jugend und Familie) zu einer Fragestunde zur Mindestsicherungspraxis in Linz geladen. Viele ExpertInnen aus Sozialorganisationen nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren und auf aktuelle Probleme aufmerksam zu machen. Weiterlesen

20 Jahre österreichische Armutskonferenz

Foto: © Igor Zhorov - Fotolia.com
Foto: © Igor Zhorov – Fotolia.com

Ein zentrales Verdienst der Armutskonferenz ist, beharrlich das Phänomen Armut und dessen Auswirkungen zu thematisieren. Armutsbetroffene werden durch Schuldzuschreibungen beschämt, durch das Schamgefühl wird die Not versteckt, so gut es geht. Die Armutskonferenz hilft seit 20 Jahren erfolgreich, die Thematik sichtbar zu machen und die Armutsproblematik auf die politische Agenda zu bringen. Die Armutskonferenz ist in diesem Zusammenhang Lupe, Fernrohr und Megafon. Weiterlesen

Kulturpass: neue Einkommensgrenzen

image003Für Menschen mit wenig Einkommen gibt es in Oberösterreich den Kulturpass „Hunger auf Kunst und Kultur“. Mit diesem Ausweis erhält man freien Eintritt bei allen Kulturhäusern- und einrichtungen, die sich an der österreichweiten Aktion beteiligen. Denn Armutsbetroffene oder -gefährdete sollen vom Kulturleben nicht ausgeschlossen sein. In unserem Bundesland erkennen über 60 Partner den Kulturpass an, vom Anton Bruckner-Centrum in Ansfelden bis zum Linzer Posthof. Weiterlesen

Sind drei Monate Entscheidungsfrist bei Notlagen nicht zu lang?

Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS): Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Entscheidungsfrist von drei Monaten bei einem Hilfeinstrument für in Not geratene Menschen als Regel aufrecht zu halten ist. Hilfe muss rechtzeitig einsetzen. Da sind drei Monate zu lang und sicher nicht mehr unter Rechtzeitigkeit zu subsumieren. Die Praxis bestätigt uns, dass überwiegend zeitnah entschieden und die Hilfe geleistet werden kann.

ein Beitrag von Norbert Krammer, VertretungsNetz – Sachwalterschaft Weiterlesen

Armut muss Platz haben

Die Caritas hat einen interessanten Leitfaden zur Armutsmigration veröffentlicht. Diese Informationsbroschüre soll Fragen zum Thema Betteln beantworten, Missverständnissen vorbeugen und Leserinnen und Leser dazu ermutigen, diesem Leitgedanken in der Begegnung mit ArmutsmigrantInnen weiterhin zu folgen.

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Wachsende soziale Ungleichheit ist kein Naturereignis

Armutskonferenz zu Sozialbericht: Es gibt genügend Möglichkeiten in der Schule, beim Wohnen, im Gesundheitssystem und mit sozialen Dienstleistungen gegenzusteuern

„Dauerhafte Armut bei steigendem Reichtum ist kein Naturgesetz“, kommentiert die Armutskonferenz die Daten des aktuellen Sozialberichts. „Armut und soziale Ungleichheit sind keine Naturereignisse, die es mit jeder frischen Statistik neu zu bestaunen gilt. Es gibt genügend Instrumente und Möglichkeiten in der Schule, beim Wohnen und mit sozialen Dienstleistungen gegenzusteuern.“, so das österreichische Netzwerk, das 500000 Menschen im Jahr begleitet, unterstützt und mit ihnen für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen kämpft. Weiterlesen

Armutskonferenz vergibt Journalismuspreis „von unten“

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PreisträgerInnen und Jurymitglieder bei der Preisverleihung.

Am 15.12.2014 wurde in Wien zum fünften Mal der „Journalismuspreis von unten“ vergeben. Bewertet und ausgewählt wurden die Beiträge von einer Jury bestehend aus Menschen, die von Armut betroffen sind. Die Armutskonferenz schreibt seit 2010 einen Preis aus, der „tiefgründige und respektvolle Armutsberichterstattung“ prämiert. Alle Ausgezeichneten betonten, den Preis als besondere Ehre zu empfinden, kommt er doch von Menschen, die genau wissen, was Sache ist. Weiterlesen