Mindestsicherung bietet Unterstützung

Immer wieder präsentieren Bundes- und Landespolitiker der Öffentlichkeit vage Vorschläge zum angeblich notwendigen verschärften Zugang zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung. Aktueller Anlass für die Diskussion neuer Schranken ist der erwartete Anstieg an Asylberechtigten, die Anspruch auf Mindestsicherung haben werden.

Leserbrief von Norbert Krammer

Foto: Zbyszek Nowak-fotolia.com

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Benachteiligung von Anfang an – Kinderarmut in Österreich

408.000 Kinder und Jugendliche in Österreich leben in Armut oder an der Armuts-Grenze. Sie sind von Geburt an benachteiligt und als Erwachsene häufiger arbeitslos und armuts-gefährdet.Das aktuelle Sozial-Barometer der Volkshilfe Österreich hat die negativen Folgen von Kinder- und Jugend-Armut untersucht.

ein Beitrag der Volkshilfe Österreich

Bild: © Zbyszek Nowak – Fotolia.com

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Barrierefreier Leistungszugang, Anleitung und Unterstützung

von Norbert Krammer, VertretungsNetz – Sachwalterschaft

Ein gut dokumentiertes Phänomen von Nicht-Inanspruchnahme ist die sogenannte Non-Take-Up-Rate bei Sozialhilfe-Leistungen bzw. Bedarfsorientierter Mindestsicherung. Wissenschaftliche Untersuchungen schätzen den Anteil jener Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen – meist Scham, Unwissenheit oder administrative Hürden – den grundsätzlich bestehenden Anspruch nicht geltend machen, auf weitere rund 60 Prozent. Weiterlesen

Armut in Österreich. Eine kritische „Bestandsaufnahme“

Seit einigen Jahren hat sich bei uns eine so genannte „Armutsberichterstattung“ etabliert, die den Anspruch trägt, ein adäquates Bild des Ausmaßes von Armut und sozialer Ausgrenzung und ihrer Verlaufstendenzen zu zeichnen. Ihr zufolge waren 2014 etwa 1.185.000 Menschen armutsgefährdet, in etwa 336.000 Menschen manifest arm. ein Beitrag von Helmut P. Gaisbauer und Elisabeth Kapferer Weiterlesen

Wir müssen leider draußen bleiben

Linz aus der Sicht von armutsbetroffenen Menschen zu erleben und auf den Internationalen Tag gegen Armut hinzuweisen, waren der Hintergrund für die Stadtführung der anderen Art. Das Armutsnetzwerk OÖ durfte rund 40 Personen begrüßen, die an exemplarischen 6 Stationen (Landhaus, Sparkasse, Akademisches Gymnasium, Passage, Krankenhaus Barmherzige Schwestern und Power Tower Energie AG) mehr zum Thema erfuhren. Schauspielerin Claudia Seigmann und Christian Winkler, Armutsnetzwerk OÖ, informierten über Chancenungleichheit bei Demokratie und Bildung, Schulden, Freizeit und Konsum, Armut und Gesundheit, Energiearmut und Wohnen. weiter zu Film und Galerie
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Die Armen für ihre Armut als Schicksal verantwortlich zu machen, ist ein semantischer Trick.

Dimmel-FotoNikolaus Dimmel, Universitätsprofessor am Fachbereich für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Salzburg

Die Armen für ihre Armut als Schicksal verantwortlich zu machen, ist ein semantischer Trick. Weder sind die Armen verantwortlich für ihre Armut noch ist Armut ein Schicksal. Armen werden Chancen sozialer Teilhabe vorenthalten und Armut ist Ausdruck struktureller Gewalt. Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich, lautet einer der meistzitierten Sätze Berthold Brechts. So wahr wie heute war er noch nie. Wer von den Subalternen von Chancengleichheit plappert, soll Zahlen lesen lernen.  Weiterlesen

Informationen zum Thema Armut und soziale Ausgrenzung

rundbrief-10-15-TitelAm 17. Oktober ist der internationale Tag gegen Armut und soziale Ausgrenzung, deshalb hat die Sozialplattform OÖ für ihre Monatszeitung Rundbrief den Schwerpunkt Armut gewählt und eine interessante Ausgabe mit Beiträgen von Martin Schenk, Ulrike Herrmann, Norbert Krammer, Lisa Mayr, Helmut P. Gaisbauer, Elisabeth Kapferer, Heinz Schoibl, Thomas Berghuber, u.a. zusammengestellt.

Rundbrief downloaden (2MB)

Daten & Fakten

Mehr als 330.000 Menschen in Österreich sind „erheblich materiell depriviert“, also existentieller Teilhabemöglichkeiten „beraubt“ (lateinisch „depriviert“), leiden neben einem niedrigen Einkommen auch unter Einschränkungen in zentralen Lebensbereichen wie Wohnung, Gesundheit oder Bildung. Auf der anderen Seite besitzen die reichsten 5% der Bevölkerung die Hälfte des gesamten Bruttovermögens.

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