Bild Mann öffnet Hemd

Nicht ÜBER sondern MIT Ausgrenzungs-Gefährdeten sprechen

Im Netzwerk „Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung“ organisieren sich Menschen mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen und Interessen-VertreterInnen. Psychisch und physisch Beeinträchtigte, von Obdachlosigkeit Betroffene oder auch Arbeitslose setzen sich zusammen, um ihre Anliegen zu diskutieren, sich zu vernetzen und Ansprüche gemeinsam zu vertreten. Seit Juni 2016 gibt es dieses Netzwerk, das vom Armutsnetzwerk OÖ unterstützt wird. Lothar Furtner ist ein Sprecher des Netzwerks „Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung“. Der Schärdinger engagiert sich schon länger als Interessen-Vertreter bei pro mente OÖ und in der österreichischen Armutskonferenz. Er ist überzeugt, dass es wichtig ist, sich zu vernetzen und die Stimme zu erheben.

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Hier sieht man das Logo der Kamapgne

Armutsbetroffene haben keine Wahl

Kampagne des Armutsnetzwerks OÖ
18. September – 17. Oktober 2017
anlässlich des Internationales Tages gegen Armut und Ausgrenzung (17.10.)

Niemand ENTSCHEIDET sich für ein Leben in Armut. Menschen sind nicht gerne arbeitslos oder gering qualifiziert. Familien würden lieber gemeinsam auf Urlaub fahren oder ihren Kindern ermöglichen, FreundInnen zum Geburtstagsfest einzuladen. Niemand friert gern in den eigenen vier Wänden, weil die Heizkosten das knappe Budget überschreiten. Es ist Aufgabe der Politik, Chancen für alle zu schaffen. Das gilt auch für armutsbetroffene Menschen. Das Thema Armutsbekämpfung spielt im aktuellen Wahlkampf – wenn überhaupt – nur eine untergeordnete Rolle. Armut ist für die gesamte Gesellschaft beschämend, die politische Auseinandersetzung damit wird daher gerne ausgespart. Das Armutsnetzwerk Oberösterreich bringt das Thema aufs Tapet und lanciert im letzten Monat des Wahlkampfes die Kampagne „Armutsbetroffene haben keine Wahl“.

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Bild mit Blick auf ein Gebäude und Richtung Himmel

Der Sozialpolitik fehlt Erneuerungskraft – Lücken statt positiver Perspektiven

Österreich ist kein sozialpolitisches Ödland. Nein, das wäre wirklich eine maßlose Übertreibung der KritikerInnen. Denn die vielen Transferleistungen und das wohlfahrtstaatliche Sicherungssystem zeichnen ein gut ausgewogenes soziales System aus, das wesentlich zur Reduktion von Armutsgefährdung beiträgt. Von den Umverteilungsmaßnahmen profitieren alle Menschen in Österreich. Ein Blick in den Bundes-Sozialbericht macht deutlich, dass die staatlichen Ausgaben für Pensionsleistungen mit rund dreiviertel der Gesamtsozialausgaben den größten Budgetposten darstellen. Norbert Krammer, VertretungsNetz – Sachwalterschaft
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Bild Ferry Öllinger

Tag der Arbeitslosen, #respect

Die Zahl arbeitsloser Menschen ist, trotz leichtem Rückgang zuletzt, noch immer auf Rekordhöhe. Auch ein leichtes Wachstum bei den Beschäftigten bewirkt noch keine Trendwende. Besonders problematisch ist, dass die Langzeitarbeitslosigkeit zunimmt, besonders bei Älteren. Da heuer der 30. April, der „Tag der Arbeitslosen“, auf einen Sonntag fällt, wird der jährliche Aktionstag am Samstag 29. April am Martin-Luther-Platz und am Taubenmarkt abgehalten. Mit vielen Schattenseiten haben arbeitslose Menschen zu kämpfen. Daher wird zentrales Thema auch dort sein, wie es arbeitslosen Menschen ganz konkret in ihrer Situation ergeht. Außerdem machen sich auch Prominente für Respekt für arbeitslose Menschen stark. weiterlesen

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Foto PolitikerInnen

Armut 4.0

Diskussion mit Birgit Gerstorfer (SPÖ), Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), Michael Gruber (FPÖ), Stefan Kaineder (Die Grünen), Christa Stelzer-Orthofer (JKU Linz)

Das Sozialsystem steht unter Druck – nicht nur finanziell sondern auch politisch – nicht nur in Oberösterreich sondern auch in Europa. Gerade an der Bedarfsorientierten Mindestsicherung ist zu beobachten, dass einheitliche Lösungen nur mehr schwierig auszuverhandeln sind. Führen die politischen Entscheidungen und workfare-orientierte Strategien in der Sozialpolitik auch zur Entsolidarisierung in unserer Gesellschaft? Was macht ein gerechtes Sozialsystem aus? Stehen wir vor einem Paradigmenwechsel in der Sozialpolitik?

Diskutieren Sie mit!

Moderation: Elisabeth Rosenmayr

Linz, OÖ Kulturquartier
Veranstalter: Sozialplattform OÖ

Bild Theaterstück

Pleite in Sichtweite: Bühnenstück auf Tournee

2016/2017 haben sich die Österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen für ihre frauenpolitische Öffentlichkeitsarbeit den Schwerpunkt „Frauenarmut” gesetzt und wollen mit diesem Projekt Informations- und Präventionsarbeit leisten. Da es immer schwierig ist, ein Tabuthema / unangenehmes/kniffliges/problematisches Thema mittels Öffentlichkeitsarbeit zu transportieren, entstand die Idee ein clowneskes Bühnenstück zu entwickeln. Mit diesem lustvoll-komischen sinnesfreudigen Stück haben wir die Möglichkeit eine größere Zielgruppe anzusprechen, „ins Theater zu locken” und Schulprojekte zu gestalten. weiterlesen

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Bild von Zeitungsausschnitt Leserbrief OÖNachrichten

Chancenvernichtung für Kinder

Geplanter 1.500 EUR Deckel bei Bedarfsorientierter Mindestsicherung in OÖ gefährdet die Chancen für Kinder. ÖVP und FPÖ werden im oberösterreichischen Landtag einen Antrag auf Begrenzung der Mindestsicherung auf € 1.500 monatlich stellen. Die Absicht dahinter: diejenigen, die für arbeitsfähig befunden wurden, sollen sich auf die Socken machen und hackeln gehen statt herumzuhängen. So einfach ist das nicht. Es gibt ja keine Wahlfreiheit bei der Mindestsicherung. weiterlesen

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Bild: altertümliche Axt

BEDARFSORIENTIERTE MINDESTSICHERUNG – RÜCKKEHR ZUM SYSTEM DER SOZIALHILFE WÄRE RÜCKSCHRITT

Mit der Einführung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung im Jahr 2010 gelang ein wichtiger politischer Schritt, denn mit der sogenannten 15-a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern wurden bundesweit einheitliche Eckpunkte und Mindeststandards für die Ausgestaltung des untersten sozialen Netzes fixiert. Eine enorme Leistung, die zu mehr Sicherheit für armutsbetroffene Menschen führte. Dieser Vertrag zwischen Bund und Ländern läuft mit Jahresende aus, eine neue Vereinbarung scheiterte an unterschiedlichen Interessen der Bundesländer. weiterlesen weiterlesen